TRAVELGUIDE: Sardinien und La Maddalena

LA DOLCE VITA. Wo findet man die schönsten Strände auf Sardinien? Welches ist das beste Eis auf La Maddalena? Und wie reist man am umweltfreundlichsten an? Diese und noch viele weitere Fragen beantworte ich euch in diesem Beitrag.

// ANREISE & TRANSPORT

Fangen wir mal bei den Basics an: Wo liegen Sardinien und La Maddalena überhaupt und wie komme ich dorthin? Sardinien ist eine italienische Insel und liegt westlich der italienischen Halbinsel. La Maddalena ist eine kleine Insel nördlich von Sardinien mit ca. 12.000 Einwohnern. Im Vergleich zu Sardinien mit über 1 Mio. Einwohner also eine wirkliche Mini-Insel. La Maddalena erreicht man von Sardinien nur mit einer Fähre. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten und kostet um die 30€. Ein Mietauto ist auf jeden Fall zu empfehlen da öffentliche Verkehrsmittel so gut wie nicht vorhanden sind.

Wir haben uns dieses Jahr bewusst für einen Sommerurlaub in Europa entschieden, da wir keine Langstreckenflüge auf uns nehmen wollten. Einerseits natürlich aus umwelttechnischen Gründen und weil wir letzten Dezember schon eine weite Reise gemacht hatten. Unser eigentlicher Wunsch war es, lediglich die Bahn für den Transport zu nutzen, was uns teilweise auch gelang, aber gerade bei Sardinien nicht. Unser erster Stopp war nämlich in Leogang (Anreise mit dem Zug) und dann mit dem Zug weiter nach München und von dort (leider) mit dem Flugzeug nach Olbia (Sardinien). Es wird aber auch ein Nachtzug von Wien nach Livorno mit einem Umstieg angeboten. Von Livorno gibt es wiederum eine Fähre nach Sardinien. Je nach Verbindung ist man hier aber bestimmt +15 Stunden unterwegs. Von München ist die Verbindung meiner Recherche nach nicht ganz so einfach und unkompliziert. Das ist mit ein Grund warum eine Zugfahrt nach Sardinien für uns nicht wirklich eine Option war. Allerdings sind wir ziemlich stolz auf uns, dass wir die vorherigen Stationen alle mit der Bahn besucht haben.

Small changes are better than no changes.

// DIE SCHÖNSTEN STRÄNDE

Die Strände auf Sardinien sind ja dafür bekannt, die schönsten in ganz Europa zu sein. Das kann ich nur bestätigen! Neben glasklarem Wasser gibt es sogar noch wirklich atemberaubende Strände mit einer abenteuerlichen “Anreise”. Eines muss an dieser Stelle gesagt sein: Wer auf der Suche nach einsamen Stränden ist, muss auf Sardinien eher länger suchen. Wir haben genau einen Strand gefunden, wo wir so gut wie alleine waren. Dieser ist auch in meinen Top 3 Stränden enthalten:

1 // Cala Moresca – Sardinien

Cala Moresca ist mein absoluter Favorit! Relativ abgelegen bietet er einen netten Strand in einer kleinen Bucht. Vom Parkplatz (Achtung auf die Parkzonen – wir haben hier einen Strafzettel kassiert) geht man ca. 10 Minuten zum Strand.

2 // Cala Francese – La Maddalena

Abgesehen von zwei deutschen Campern waren wir an diesem Strand ganz alleine – absolut traumhaft! Wir haben uns unsere Handtücher, einen Sonnenschirm und ein gutes Buch geschnappt und haben den ganzen Tag die sardinische Sonne genossen. Herrlich! Zum Schwimmen leider eher weniger geeignet, da sehr viele Felsen im Wasser sind.

3 // Cala Coticcio – La Maddalena

Cala Coticcio (auch bekannt unter der Bezeichnung “Tahiti Strand”) ist wegen seines türkisblauen Wassers und dem weißen Sandstrand ein beliebtes Ausflugsziel. Aber aufgepasst! Euch steht eine mind. 45-minütige Wanderung (!) in der prallen Hitze über Stock und Stein bevor. Diese ist wirklich nicht zu unterschätzen und nur mit guten Schuhen zu meistern. Unbedingt genügend Wasser und Snacks einpacken, denn dort gibt es weit und breit nichts zu kaufen. Nochmal würde ich die Wanderung nicht machen, aber wenn man schon dort ist, gehört es einfach dazu.

// UNTERKUNFT

Wir verbrachten insgesamt sechs Nächte in Italien. Vier davon auf La Maddalena und zwei auf Sardinien. Leider hat uns das Hotel auf La Maddalena ziemlich enttäuscht und deshalb hat es sich definitiv keinen Platz in diesem Travelguide verdient. Auf Sardinien haben wir aber einen echten Jackpot mit der Unterkunft gemacht. Wir haben uns spontan ein nettes Bed & Breakfast unweit von Olbia und damit nahe an der berühmten Costa Smeralda gebucht und waren überaus zufrieden. Im Agroturismo Sa Mendhula haben wir uns super wohl gefühlt und wurden von den Gastgeberinnen bestens umsorgt. Für Sardinien kann ich grundsätzlich die unzähligen “Agroturismos”, was soviel wie landwirtschaftliche Betriebe mit Bed&Breakfast bedeutet, nur empfehlen. Die riesigen Hotelburgen sind nicht nur ökologisch gesehen oft ein Desaster, noch dazu sind sie unglaublich teuer. Wir haben für zwei Nächte in der Unterkunft 40€ pro Person pro Nacht inkl. tollem Frühstück bezahlt.

// KULINARIK

Kulinarisch gesehen ist die italienische Küche ja weltweit hoch angesehen. Mit Pizza, Pasta & Co sind für eine Vegetarierin bzw. Teilzeit-Veganerin zwar Alternativen vorhanden, allerdings abseits von Pizza Margerita und Nudeln mit Tomatensauce wird die Luft auch schon ein bisschen dünner. Dafür haben mich die Süßspeisen absolut begeistert. Meine Favoriten waren:

Churros bei Nuna al Sole // Porto Cervo
Crepes bei einem Random Stand // Porto Rotondo
Eiscreme bei Dolci Distrazioni // La Maddalena

Nicht gerade super healthy, aber im Urlaub darf man sich ja mal belohnen oder?

// FAZIT

Sardinien ist und bleibt ein wunderschönes Fleckchen Erde! Mit traumhaften Stränden und glasklarem Wasser gehört es zu einem der schönsten Badeorte in Europa. Die Tatsache, dass es nach wie vor so viele nette und preiswerte Bed&Breakfast Unterkünfte gibt, ist einfach nur toll. Ich würde euch empfehlen, Sardinien eher im Frühsommer oder Spätherbst zu besuchen, da in der Hochsaison klarerweise sehr sehr viele Leute sind. Auch der Süden ist bestimmt einen Besuch wert. Die Costa Smeralda im Nordosten ist zwar ein wahrliches Spektakel aber mich persönlich reizen die weniger touristischen Gegenden mehr.

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