#NOSUGARCHALLENGE: So schaffst du’s & Rezepte für zuckerfreie Süßigkeiten

Zucker ist überall.. and that’s a fact. Wir konsumieren nicht nur viel zu viel Zucker, noch dazu ist es uns fast unmöglich davon loszukommen. Er macht süchtig, führt zu Erkrankungen und ist einfach überall. Trotzdem habe ich mich der Herausforderung gestellt und versucht, eine Woche komplett ohne Zucker auszukommen. Wie das so gelaufen ist, erfährt ihr in diesem Beitrag.

Ist Zucker eine Droge?

Wissenschaftliche Publikationen rund um das Thema Zucker gibt es viele. Im August 2017 erhitzte eine bestimmte Publikation die Gemüter so sehr, dass sogar The Guardian darüber berichtet. In diesem Artikel kommen die Forscher*innen zur Conclusio, dass Zucker als Suchtmittel angesehen werden sollte und sogar mit missbräuchlichen Drogen gleichgesetzt werden könnte. Aber stimmt das? Nun, da ich mich nicht als Wissenschaftlerin auf diesem Gebiete sehe, kann ich nur von meiner persönlichen Erfahrung sprechen und sagen: Ja, Zucker macht definitiv süchtig. Ist es eine Droge? Not sure. Aber er ist auf jeden Fall nicht ein Nahrungsmittel wie jedes andere. Ich würde meine Ernährung grundsätzlich als gesund und ausgewogen beschreiben. In der Vergangenheit habe ich natürlich immer wieder mal etwas zuckerhaltiges gegessen, allerdings durchaus auf die Mengen geachtet. Deshalb dachte ich, dass meine einwöchige #NOSUGARCHALLENGE keine große Herausforderung wird… Tja…

#NOSUGARCHALLENGE – schwieriger als gedacht!

Wie bereits erwähnt, war ich der Meinung, dass eine Woche ohne Zucker ein absoluter Klacks wird. Dabei muss ich anmerken, dass ich “nur” auf raffinierten (Industrie)Zucker in Süßspeisen wie Kekse, Schokolade, Kuchen, Pudding usw. verzichtet habe. Ich habe nämlich bemerkt, dass Zucker einfach ÜBERALL ist! Sowohl in süßen als auch in pikanten Speisen und noch dazu gibt es so unglaublich viele Bezeichnungen für Zucker.. das macht das ganze nicht unbedingt einfacher. Mein Verlangen nach Süßem war nach dem Mittag- und Abendessen ziemlich stark vorhanden. Normalerweise hätte ich zu einem kleinem Stück dunkle Schokolade, die grundsätzlich eh schon sehr wenig Zucker beinhaltet, oder ähnliches gegriffen und das Verlangen wäre gestillt gewesen. Nicht so in der #NOSUGARCHALLENGE. Nach dem Mittagessen griff ich wenn zu einem Stück Obst oder einer Dattel. Letzteres wurde übrigens zu meinem ständigen Begleiter in dieser Woche. Übrigens, es ist eigentlich schon ziemlich bedenklich, dass der Körper richtig nach Zucker “verlangt” oder?

Ist Zucker gleich Zucker?

Jein. Diesbezüglich gibt es wieder viele verschiedene Theorien und Erkenntnisse. Meiner Meinung nach liegt das Problem grundsätzlich in raffiniertem Zucker sowie jegliche Art von künstlichen Süßstoffen. Dass Obst, Datteln und ähnliches von Natur aus Zucker enthalten, versteht sich von selbst. Allerdings sind das für mich zwei Paar Schuhe und deshalb habe ich mich in meiner zuckerfreien Woche dazu entschieden, auf “natürlichen” Zucker nicht zu verzichten.

Eine Woche zuckerfrei: So schaffst du’s!

TIPP 1 // Preperation is key!

Bereitet euch auf die Challenge vor, in dem ihr euren Zuckerkonsum schon ein paar Tage zuvor zurückschraubt. Wenn der Körper nämlich regelmäßige Zuckerzufuhr gewohnt ist und plötzlich keinen mehr bekommt, kann sich das auf den Körper negativ auswirken z.B. mit Schwindelzuständen oder ähnlichem.

TIPP 2 // Know your facts

Wollt ihr wissen was einer der größten Motivatoren war für mich? Im Zuge meiner Vorbereitung habe ich ein bisschen über Zucker und seine Nebenwirkungen recherchiert und mir war klar, ich muss etwas ändern. Ein paar Fakten und Informationen rund ums Thema motivieren nicht nur, sondern man hat auch gleich ein paar Argumente parat falls man darauf angesprochen wird, was man da überhaupt tut.

TIPP 3 // Viel trinken!

Ausreichend Wasser trinken ist sowieso nie falsch. Da Zuckerentzug durchaus zu Kopfschmerzen führen kann (kein Muss, aber kann vorkommen), ist eine Unterstützung des Körpers durch ausreichend Flüssigkeitsaufnahme noch wichtiger.

TIPP 4 // Alternativen suchen!

Je nachdem wie streng du deine #nosugarchallenge auslegst, bereite dir Alternativen vor. Ich habe vor allem auf Datteln und viel Obst zurückgefriffen um meinen Drang nach etwas süßem zu stillen.

TIPP 5 // Selbst ist die Frau (und der Mann)!

In so vielen Speisen und Lebensmitteln ist versteckter Zucker beinhaltet. Damit du erst gar nicht Zutatenlisten studieren musst, bereite deine Mahlzeiten einfach häufiger selbst zu! Das hilft nicht nur bei der Challenge, sondern schont auch noch deinen Geldbeutel. Ich habe beispielsweise diese beiden süßen Snacks zubereitet und in vollen Zügen genossen.

REZEPTE //

Super fluffiges veganes Bananenbrot

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 50 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde
Portionen 1 Backform

Zutaten

  • 4 Stück reife Bananen mit einer Gabel zerdrückt
  • 100 ml Pflanzliche Milch (z.B. Hafermilch)
  • 2 EL Leinsamen mit 1 EL Wasser eingeweicht
  • 2 EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 100 ml Kokosöl geschmolzen
  • Prise Zimt und Salz
  • 5 Stück Dattel zerkleinert
  • 30 g geriebene Walnüsse
  • 50 g Kokosblütenzucker
  • 30 g Haferflocken
  • 200 g Mehl z.B. Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Natron

Anleitungen

  1. Den Ofen auf ca. 220°C Umluft vorheizen.

  2. Anschließend alle feuchten Zutaten (Bananen, Milch, Leinsamenmischung, Agavendicksaft/Ahornsirup, Kokosöl) miteinander vermischen. Dann die trockenen Zutaten hinzufügen.

  3. Gut durchmischen und bei Bedarf Flüssigkeit oder Mehl hinzufügen. Der Teig sollte schön feucht sein, aber nicht zu flüssig.

  4. Eine Backform mit Kokosöl oder veganer Butter einfetten und den Teig einfüllen. Anschließend nach Belieben garnieren (Walnüsse on top kann ich nicht emfpfehlen, die verbrennen nämlich).

  5. Nach ca. 40 Minuten nach dem Bananenbrot schauen und kontrollieren ob es schon durch ist. Wenn nicht, noch ca. 10 Minuten backen lassen.

Schokoladige Bliss Balls mit Kokos

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 20 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 6 EL Datteln zerkleinert ODER Dattelsirup
  • Amaranth gepoppt
  • Kakao ungesüßt
  • Zimt
  • Hanfsamen geschält
  • 2 EL Kokosöl geschmolzen
  • 1 EL Wasser wenn nötig
  • zerkleinerte Mandeln
  • Kokosraspel

Anleitungen

  1. Von den Mengen her kann ich euch leider keine genauen Angaben machen, da ich einfach alles nach Gefühl zusammengemischt habe. Das Endergebnis war aber definitiv SUPER LECKER.

  2. Auf jeden Fall alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und wenn nötig in einem Mixer vorher zerkleinern. Abschmecken ob die Süße passt. Die Konsistenz der Masse sollte eher fest aber nicht trocken sein.

  3. Die Masse zu Bällchen formen und im Kühlschrank10-20 Minuten kühlen. Dadurch verfestigt sich das Kokosöl und die Bällchen werden super weich und lecker.

Beide Rezepte wurden von ohsheglows inspiriert und von mir modifiziert :-). Schaut auf jeden Fall bei ihr vorbei! Sie hat tolle Rezepte.

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