Gesunder Medienkonsum: Das musst du wissen!

Ich glaube man kann mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass die derzeitige Situation jedem von uns ziemlich viel abverlangt. Überall auf der Welt herrscht medientechnisch gerade Ausnahmezustand. Eine Schlagzeile jagt die nächste und man hat das Gefühl, von dieser Informationsflut erschlagen zu werden. Überforderung macht sich breit. Bei jedem von uns. Ich habe mich diese Woche intensiv mit diesem Thema beschäftigt und möchte nun meine 5 wichtigsten Erkenntnisse mit euch teilen.

1 // Was ist schon gesund?

Wenn man sich mit dem Thema Medienkonsum beschäftigt, stößt man immer wieder auf ein und dieselbe Frage: “Wie sieht überhaupt ein gesunder Medienkonsum aus?”. So geht es mir zumindest. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich nicht nur privat ziemlich viel Zeit auf Social Media verbringe, sondern noch dazu beruflich. Normalerweise schaffe ich es, eine (für mich) gesunde Balance zu schaffen. Zum jetzigen Zeitpunkt fällt es mir aber sehr schwer, da ich einerseits informiert bleiben möchte, mich aber gleichzeitig von diesen ganzen negativen Meldungen distanzieren will. Und das ist für mich auch genau der springende Punkt. Ich denke, dass ein “gesunder” Medienkonsum sehr individuell ist. Natürlich möchte jeder so informiert wie möglich bleiben, aber diese Bedürfnis ist eben sehr subjektiv. Wenn ich Medien als reinen Zeitvertreib nutze oder starke negative Gefühle (Angst, Unsicherheit etc.) beim Konsum von Medien empfinde, sollte jeder von uns seinen Konsum vielleicht ein wenig überdenken. Mich eingeschlossen.

2 // Muss man wirklich jede Neuigkeit gelesen haben?

Kurz bevor ich anfing, diesen Beitrag zu schreiben, dachte ich mir: Checken wir noch einmal kurz orf.at für die neusten News. Daraufhin ging ich in mich und habe mich gefragt, was da jetzt so wichtiges stehen könnte, was nicht bis morgen warten kann. Mir war klar: Eigentlich nichts. Immerhin bekommt man die wirklich wichtigen Infos ja eh doppelt und dreifach gesagt. Also wirklich was verpassen, ist fast schon eine Herausforderung. Deshalb: Entscheide für dich, wie oft du dich pro Tag informieren möchtest, um dich sicher zu fühlen, aber nicht überreizt. Halte dich auch daran! Ich habe für mich beschlossen, dass ich mich 2 x pro Tag mittels seriösen Quellen informieren möchte.

3 // “Good morning Instagram” Check?

Jetzt wird’s kritisch… ich muss mich nämlich selbst an der Nase nehmen. Ich schaffe es manchmal, aber definitiv NICHT IMMER, gleich nach dem Aufstehen die Finger vom Handy zu lassen. Manchmal rede ich mir ein, dass es schon ok ist und mir das beim Aufwachen hilft. BULLSHIT. Dieser “Good Morning Instagram” Check (oder welches Medium auch immer) überfordert das Gehirn nach dem Aufstehen. Noch dazu ist es noch gar nicht bereit dazu, diese Informationen richtig zu verarbeiten. Genau das gleiche passiert auch bei Medienkonsum kurz vor dem Einschlafen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass dies unsere Gehirnaktivität und damit den Schlaf negativ beeinflussen kann.

4 // Wie ticken die Medien?

Ich bin lange keine Expertin auf dem Gebiet der Medienwissenschaft aber selbst ich weiß: Reißerische Schlagzeilen verkaufen sich gut. Egal welches Medium man hernimmt, bei den Meldungen, die wirklich starke Gefühle in einem hervorrufen, bleibt man picken. Wenn man sich die derzeitige Situation ansieht, wird vor allem viel Angst und Ungewissheit ausgelöst. Wir alle wissen nicht wie es weitergeht, nicht mal die Politik weiß das so wirklich…. zumindest stellen sie es so da. So zu fühlen ist daher absolut nachvollziehbar. Trotz allem sollte man sich vor Augen vor, dass einige Medien Informationen nicht immer nur sachlich darstellen möchten und sich dies selten zum Wohl der Leserin bzw. des Lesers auswirkt.

5 // Alles wird gut.

Die Aussage “Alles wird gut” klingt oft ein bisschen abgedroschen. Ganz so streng würde ich mit ihr allerdings doch nicht sein. Besinnen wir uns auf das zählt: Ja, angesichts der derzeitigen Ereignisse kann man durchaus mal die Nerven verlieren und sich ängstlich, unwohl, unsicher und vieles mehr fühlen. Trotzdem sollte man so oft wie möglich einfach mal Smartphone und/oder den Laptop ausschalten und frische Luft schnappen gehen (alleine versteht sich). In der Natur finde ich stets Entspannung und erkenne, wie schön diese Welt nicht ist. Auch wenn es derzeit gerade ziemlich turbulent zugeht und viele Menschen gerade Schlimmes durchmachen. Ganz nach dem Motto “Schau auf dich, schau auf mich” achte auf deine Bedürfnisse und denke stets positiv. Auch wenn’s manchmal schwerfällt.