Ein perfekter Tag in Tel Aviv

Ach Tel Aviv, du wunderschöner Ort! Tel Aviv ist nicht nur DER Hotspot für alle Foodies unter uns, sondern vereint Beach- und Großstadtflair wie kein anderer Ort auf dieser Welt. Wie du dir deinen perfekten Tag in der israelischen Metropole gestalten kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

SHALOM BEAUTIFUL TEL AVIV

Wie bei meinem Beitrag über New York City (hier zum Nachlesenstelle ich euch hiermit meinen absoluten Traumtag zusammen. Dieser Ablauf soll euch helfen, einen Einblick in die Stadt und mögliche Aktivitäten zu bekommen. Am Ende des Beitrags findet ihr noch einige persönliche Worte zur politischen Situation in Isreal und Dinge, die du über Tel Aviv wissen solltest.

8:00 // Rise & Shine

Der Tag begann für mich meistens um 8:00. Dann hieß es aufstehen, fertig machen, einen Kaffee oder Tee genießen und ab in die Sportsachen.

8:30 // Beachrun in the sun

Ja ich weiß, auch in New York startete mein Tag mit Sport. Aber diesmal wartet eine 14km lange sonnige Strandpromenade auf euch mit Outdoorgyms. Schnell haben wir gemerkt, dass der Lifestyle in Tel Aviv sehr auf Sport und gesunde Ernährung fokussiert ist. Dementsprechend motiviert waren wir, uns in der Früh auch in die Laufschuhe zu schmeißen und aktiv in den Tag zu starten. Am Strand gab es außerdem immer wieder Gruppen, die gemeinsam Yoga praktiziert haben oder auch TRX Trainings absolviert haben. Für mich ein absolutes Highlight!

10:00 // Breakfast time

Gleich zwei mal waren wir bei Benedict, einem hippen, aber wirklich tollen Lokal mit nettem Garten und super leckeren Speisen. Hier gibt es wirklich für jeden Geschmack etwas!

11:30 // Über den Rothschild Boulevard zum Carmel Market

Der Rotschild Boulevard ist die Prachtstraße von Tel Aviv. Eigentlich habe ich sie mir als klassische Einkaufsstraße/Shoppingmeile vorgestellt. Dem war aber überhaupt nicht so. In der Mitte der Straße befindet sich eine begrünte Allee mit Cafès, Kiosken, Spielplätzen usw. Absolut geeignet für einen post-breakfast Spaziergang. Der Carmel Market oder auf hebräisch “Shuk Ha’Carmel” ist ein Must-See in Tel Aviv. Es ist der größte Markt in Tel Aviv und hat eine ganz besondere pulsierende Atmosphäre. Ein gemütliches Durchschlendern ist leider nicht möglich. Die Marktstraße ist ziemlich eng und so herrscht eher Gedränge als Bummeln. Die Auswahl an frischem Obst und Gemüse sowie der Duft der orientalischen Gewürze verleiht dem Ganzen das gewisse Etwas.

13:30 // Lunch Time in Neve Tzedek und das beste Eis der Welt 

Neve Tzedek – DAS Viertel in Tel Aviv und mein absoluter Favorit. Wenn ich mir in Tel Aviv einen Wohnort aussuchen müsste, wäre es definitiv somewhere in diesem Viertel. Es ist einfach absolut atemberaubend! Die kleinen Gassen mit ihren bunten Türen und wunderschönen kleinen Gärten.. ach ich könnte Tage dort verbringen und auf Erkundungstour gehen. Für ein Mittagessen solltet ihr unbedingt bei dem vegetarischen Restaurant Meshek Barzilay was soviel heißt wie “Brasilianischer Bauernhof” vorbeischauen. Dort gibt es die beste vegane Lasagne EVER und viele weitere Köstlichkeiten. Anschließend würde ich euch empfehlen, das beste Eis der Welt zu kosten. Das gibt es nämlich gleich um die Ecke bei Anita. Unbedingt die Sorte Salted Cashew probieren! Ihr werdet es lieben.


16:30 // RELAX

Nachdem ihr die Gassen von Neve Tzedek erkundet habt, bietet sich eine Pause am Strand an. An den Stränden von Tel Aviv ist jedenfalls Dogparty angesagt und es tummeln sich unglaublich viele spielende Hunde, die einfach eine tolle Zeit zu haben scheinen sowie Surfer. Für eine Hundefanatikerin wie mich ein absolutes Highlight. Und perfekt um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und vielleicht ein gutes Buch zu lesen. Schließlich gibt es ja sonst nicht umsonst einen Strand in der Stadt ;-).

18:00 // Auf nach Jaffa  

Die Route nach Jaffa führt über den Strand entlang Richtung Altstadt. Der Weg dorthin ist beeindruckend und lebendig. Überall findet man Musiker, die es echt drauf haben und ab und zu gibt es auch mobile Teelieferanten die frischen israelischen Tee mit Nana Minze, Myrrhe und jeder Menge anderer Kräuter verkaufen. Jaffa ist so atemberaubend schön, dass es fast schon unecht wirkt. An manchen Tagen gibt es auch einen kleinen Markt mit wunderschönen handgemachtem Schmuck und weiterer netter Kleinigkeiten.

19:30 // Dinner am Hafen

Der alte Hafen von Jaffa beherbergt wirklich coole Restaurants mit einer unglaublich Aussicht auf den Sonnenuntergang. Wir haben unseren ersten Abend bei “Container” und schlemmten Pizza und veganen Mud cake mit Schokosauce und Halva. Besser kann man einen erfolgreichen Tag nicht ausklingen lassen.

21:00 // Das Nachtleben in Tel Aviv..

… beginnt später als gedacht. Angefangen haben wir auf der super coolen Rooftop Bar Speakeasy direkt am Rothschild Boulevard. Anschließend war ich das erste mal in meinem Leben in einer “Secret Location”, die sich hinter einer etwas dubios aussehenden riesigen Tür verbirgt und unter dem Namen Teder bekannt ist. Die Location ist aufgeteilt in einen beleuchteten Innenhof und mehreren Bars und Clubräumen. Ganz nebenbei serviert man DIE BESTE PIZZA DER STADT – kann ich so unterschreiben. Ein absolut perfekter Mitternachtssnack übrigens.

5 DINGE DIE DU ÜBER TEL AVIV WISSEN SOLLTEST

1 // Von A nach B kommen

Es gibt keine U-Bahn in Tel Aviv und sonst auch nur eine eher schlechte öffentliche Verkehrsanbindung innerhalb der Stadt. Allerdings ist Tel Aviv nicht sehr groß und man kann sie problemlos zu Fuß bewältigen.

2 // Ist Tel Aviv sicher?

Tja, das ist eine sehr gute Frage. Zum derzeitigen Zeitpunkt (Mai 2019) ist die Lage wieder etwas angespannter und die Auseinandersetzungen zwischen dem Gazastreifen und Israel häufen sich. Da blutet mir echt das Herz. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber in jener Zeit, in der wir die Stadt besucht haben, habe ich mich nicht einmal unwohl oder unsicher gefühlt. Die Bewohner*innen sind alle wirklich sehr nett, freundlich und offen. Sie helfen einem sofort wenn man einmal nach dem Weg fragt und sind sehr gesprächig.

3 // Wer shoppen will…

…muss nach Jerusalem fahren. In Tel Aviv gibt es ein eher größeres Shoppingcenter (Dizengoff Center), welches allerdings meiner Meinung nach nicht DIE Shoppingmall des Jahrhunderts darstellt.

4 // Shabbath ist Shabbath und da fährt die Eisenbahn drüber

Shabbath ist in Irreal der siebte Wochentag und ein Ruhetag, an dem keinerlei Arbeit verrichtet wird. Er beginnt am Freitagabend mit Sonnenuntergang und dauert bis zum Sonnenuntergang am Samstagabend. In Tel Aviv gibt es daher Einschränkungen im öffentlichen Dienst (Müllabfuhr, Öffentliche Verkehrsmittel usw). Die Restaurants und Cafès haben allerdings größtenteils geöffnet. Es empfiehlt sich trotzdem, vorher die Öffnungszeiten online zu checken. Bei uns fiel der Shabbath genau an unserem Abreisetag. Da keine Busse oder Züge fahren, mussten wir uns im Vorhinein ein Taxi organisieren, welches uns zum Flughafen brachte.

5 // Warme Sachen einpacken

Die Temperaturen in Tel Aviv sind eigentlich das ganze Jahr über warm und mild. Allerdings wehte ein ziemlich starker Wind und es war vor allem am Abend eher kalt. Ich war leider ein bisschen zu optimistisch und habe mir nicht genügend warme Sachen eingepackt – don’t make that mistake ;-).

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