Nachhaltigkeit und Reisen – wie passt das zusammen?

„Wie kannst du von Nachhaltigkeit sprechen, wenn du um die halbe Welt fliegst?“. Solche Fragen begleiten mich regelmäßig in meinem Bloggeralltag. Wie ich mit diesem Thema umgehe und wie auch du deine Reise ein wenig nachhaltiger gestalten kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Bin ich ein schlechter Mensch nur weil ich gerne verreise?

Absolut nicht. Nachhaltigkeit liegt mir sehr am Herzen, aber ich definiere mich als Person nicht über meine Flugbilanz. Für mich ist Nachhaltigkeit kein fest gefahrenes Stigma, eher ein dynamischer Prozess. Jede Person setzt einen nachhaltigen Lebensstil auf eigene Art und Weise um. Deshalb ist es auch vollkommen normal, in gewissen Dingen konsequenter mit dem Thema Nachhaltigkeit zu sein und sich bei anderen Dingen mehr Freiraum zuzugestehen.

Trotzdem geht es mir so, dass ich ab und zu ein wirklich schlechtes Gewissen habe. Deshalb versuche ich meine Reisen immer so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Auch wenn manche Dinge für viele sowieso dazugehören und eher „unscheinbar“ sind, können diese einen gewaltigen Unterschied machen. Also, let’s start!

7 Tipps um deine Reise nachhaltiger zu gestalten

1 // Take the train

Schon bevor der Urlaub startet, kannst du deine Nachhaltigkeitsbilanz verbessern. Nimm den Zug oder suche nach einer Fahrgemeinschaft um zum Flughafen zu gelangen. Informiere dich auch schon im Vorhinein über öffentliche Verkehrsmittel an deinem Reiseziel und speichere dir Metropläne etc. auf deinem Handy ab. In vielen Städten gibt es dafür bereits sehr hilfreiche Apps.

2 // Bring your own bottle

Wenn ich daran denke, wieviele Plastikbecher alleine an einem Flug verbraucht werden, wird mir richtig übel. Bring deine eigene Flasche mit an Bord und frage die FlugbegleiterInnen höflich, ob sie dein Getränk in deine Flasche füllen könnten. Bei Dopper gibt es beispielsweise auch Flaschen mit abnehmbaren Becher. Dasselbe gilt übrigens auch für Besteck. Man darf zwar keine spitzen Gegenstände im Handgepäck transportieren, aber eine Gabel und ein Löffel sollten kein Problem darstellen. Außerdem gibt es sogar schon Reisebesteck aus Bambus. Damit ist schon einiges an Müll gespart!

3 // Choose the right food!

Auch nahrungsmitteltechnisch kann man so einiges falsch aber auch vieles richtig machen. Entscheide dich so oft wie möglich für Restaurants, Cafès etc. mit regionalen, saisonalen und biologischen Speisen – vegan wäre natürlich noch ein zusätzlicher Pluspunkt ;-).

4 // Die richtige Unterkunft

Hier trennt sich ganz klar die Spreu vom Weizen. Ein All-inklusive Urlaub in einer klassischen Hotelburg ohne Rücksicht auf Verluste kann für viele vielleicht ganz angenehm sein, nachhaltig ist das in den meisten Fällen allerdings nicht. Es gibt dennoch viele Hotels und Unterkünfte, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Sie achten beispielsweise auf die Nutzung erneuerbarer Energieträger, soziales Engagement, Wasserverbrauch, Verwendung von umweltfreundlichen Baumaterialien, Abfallmanagement usw. Eine gute Übersicht für Umweltfreundliche Hotels und Ferienhäuser bietet Green Pearls.

5 // Umweltfreundlicher Insekten- und Sonnenschutz

Gerade wenn man in tropischen und subtropischen Gebieten unterwegs ist, ist ein guter Insektenschutz absolut essentiell – Sonnenschutz ist sowieso immer ein wichtiges Must-have. Die meisten dieser Produkte sind allerdings richtige Chemiebomben und gelangen durchs Baden in Meer- oder Seewasser. Dort gehören sie aber leider ganz und gar nicht hin. Informiere dich im Reformhaus oder einer Naturparfümerie nach geeigneten Alternativen.

6 // Finger weg von Souvenirs aus Tieren und Pflanzen

Souvenirs aus Korallen, Schlangenhaut und ähnlichem gehören definitiv nicht ins Gepäck. Viele dieser Souvenirs stammen nicht nur von gefährdeten Arten, sondern sind auch ethisch nicht vertretbar. Wenn du ein passendes Souvenir gefunden hast, informiere dich vorsichtshalber nochmal über die Herstellungsbedingungen etc.

7 // Support locals

Das bringt mich auch gleich zum nächsten und letzten Punkt auf meiner Liste. Für die lokale Bevölkerung ist der Tourismus oft eine wichtige Einnahmequelle. Gerade wenn man Lust auf eine tolle Naturaktivität hat, sind lokale Anbieter tolle Ansprechpartner und bieten Erlebnisse mit Rücksicht auf die Natur.

Selbstverständlich gilt es vor jeder Flugreise abzuwägen, ob das Reiseziel gut mit Zug oder Bus zu erreichen ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit beispielsweise über atmosfair eine CO2-Kompensation für die verursachten Emissionen zu zahlen. Your choice ;-).

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