BUSINESS TALKS – Nachhaltige Sportmode von Ambiletics

Lang erwartet und endlich ist sie da – die Nachhaltige Sportmode von Ambiletics! Ich durfte sie bereits vorab testen und bin absolut begeistert. Zudem habe ich Giulia Becker, CEO von Ambiletics zum Interview gebeten. Die junge Wahl-Berlinerin hat das Label in kürzester Zeit erfolgreich auf die Beine gestellt und teilt mit uns ihre Tipps & Tricks für Jungunternehmer/innen und jene, die es noch werden wollen. 

DISCLAIMER: die Produkte wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt.
Liebe Giulia, vielen Dank schon einmal für deine Zeit! Stell dich doch vielleicht einmal kurz vor.

Mit sechs Jahren habe ich die Tennisstunde, die eigentlich mein Vater für sich gebucht hatte, übernommen. Und von da an hab ich eigentlich immer Sport gemacht. Als ich für meinen Bachelor in Hamburg studierte, hat mich die Begeisterung fürs Laufen gepackt. Mit meiner Schwester lauf ich gern Halbmarathon. Sie hat auch mein Interesse für einen bewussteren Lebensstil geweckt (u.a. Plastik frei einkaufen, Fair Fashion). Jetzt wohne ich in Berlin und habe diesen Sommer mit Ambiletics einen Traum verwirklicht und aus meiner Leidenschaft für Sport und Sustainabilty ein nachhaltiges Sportlabel für Frauen gegründet.

Ambiletics hat vor kurzem die allererste Kollektion gelauncht. Wie kamst du auf die Idee eine nachhaltige Sportmarke zu gründen?

Es ist so schön zu sehen, dass die Kollektion, an der ich ein Jahr gearbeitet habe, nun endlich live ist. Mir hat die eine coole Öko-Alternative zu den herkömmlichen Sportlabels gefehlt. Und so kam ich dann auf die Idee selbst ein Label zu starten. Aus der Idee ist nun eine farbenfrohe Sportkollektion entstanden.

Was unterscheidet Ambiletics von anderen Sportmarken? Was ist das Besondere daran?

Von Anfang an war mir wichtig, etwas Sinnvolles zu erschaffen. Das korreliert auch mit unserem Motto „Make it Matter“, dass wir uns auf die Fahnen geschrieben haben. Ambiletics wird fair produziert, ist PETA-zertifiziert und für die Kollektion nutzen wir nur nachhaltige Materialien. Ich habe die Näherei, in der produziert wird, besucht und mich von den fairen Arbeitsbedingungen überzeugt. In der Tat war der Tag, an dem ich die ersten Prototypen vor Ort abgeholt habe, eines der schönsten Erlebnisse seit der Gründung des Labels. Die Stoffe für die Kollektion bestehen aus recyceltem Plastikmüll und Bio-Baumwolle. Recyceltes Polyester ist genau so atmungsaktiv und resistent wie herkömmliches Polyester. Der Vorteil ist nur, dass das Plastik bereits existiert und weniger Erdöl für die Herstellung von Polyesterfasern verbraucht werden muss. Durch das upcyceln werden weniger Ressourcen verschwendet und das macht es nachhaltiger. Dazu kommt: die Muster für die Sportleggings und Bras sind alle handgemalt. Genauso, wie ich keine Schnitte von der Stange wollte (wir haben mehrere Prototypen-Runden gedreht) war es mir wichtig, individuelle Muster zu verwenden. Dafür habe ich Moodboards für Muster Richtungen gebastelt und diese mit einer Pattern Designerin umgesetzt.

Könntest du uns ein bisschen mehr über die Produktion der Kleidungsstücke erzählen?

Eben habe ich ja schon kurz von dem Besuch in der Näherei in Polen erzählt. Dort wird die Kollektion mit viel Liebe zum Detail von Hand genäht. Aber bevor das losgehen konnte, mussten viele Stellschrauben gedreht werden. Die Schnitte haben wir in einem Atelier in Berlin entwickelt. Aus persönlicher Erfahrung hatte ich bestimmte Anforderungen an die Einzelstücke: Ein perfekter Schnitt, der bequem ist und jedem Workout Stand hält: von Yoga, Pilates, Running bis hin zu Crossfit. Mit letzterem und Yoga habe ich dieses Jahr angefangen und es macht super viel Spaß. Darüberhinaus sollte die Leggings einen Reissverschluss haben, um beim Laufen oder im Fitnessstudio den Schlüssel zu verstauen und ein hoher Bund war auch zentral beim Design. Neben der Passform war mir wichtig, dass alle Materialien nachhaltig sind und eine gute Qualität aufweisen. Die Leggings zum Beispiel ist blickdicht und das Muster verzieht sich beim Tragen nicht. Die Stoffe dafür habe ich in Italien und Portugal gefunden.

Wo siehst du die Marke in 3 Jahren?

Meine Ambition ist es, so viele Frauen wie möglich, mit Ambiletics zu begeistern und zu einem nachhaltigen Lebensstil zu inspirieren. Das Thema Sustainability liegt mir sehr am Herzen und Ambiletics zeigt, dass man auch in fairen, coolen Sportklamotten trainieren kann, sprich sweat-shop free. Grossartig wäre es, wenn dann jede Frau mindestens ein Teil aus der Kollektion zu Hause hat. Jetzt aber freu ich mich erstmal auf den Moment, in dem ich einer Frau mit einer Ambiletics Leggings auf der Straße begegne 🙂

Welche Tipps könntest du jungen Menschen auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, ein eigenes Unternehmen zu gründen oder vielleicht schon ein Start-up haben?

Es ist gar nicht so einfach, einen bestimmten Tipp zu geben. Das aller wichtigste ist, dass man eine Idee umsetzt, an die man glaubt und die einem am Herzen liegt. Nur so kann man es zu seinem Projekt machen. Darüberhinaus sollte man sich immer Menschen mit ins Boot holen, die einem bei Schwachstellen unter die Arme greifen können. Ich habe auch hier und da auf die Expertise von Profis vertraut, denn zum Beispiel kann ich keine Schnittmuster machen. Der Anfang ist am schwersten, aber: einfachen machen und Spaß daran haben.

Mehr zu Ambiletics findet ihr hier: www.ambiletics.com

// in freundlicher Zusammenarbeit mit Ambiletics //

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