Meine Masterarbeit: Thema, Planung & Prozess

Man glaubt es kaum, aber meine Masterarbeit steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Um ehrlich zu sein, hatte ich für kurze Zeit jede Hoffnung aufgegeben, dass ich diese Zeilen mal schreiben werden… aber nun ist es endlich soweit! In diesem Beitrag verrate ich euch welches Thema ich gewählt habe, wie ich das Ganze angegangen bin, wie es mir ergangen ist, wie es weitergeht und vieles mehr.

STARTED FROM THE BOTTOM NOW WE’RE HERE

Vorab eine kurze Grundinformation zu meinem universitären Werdegang. Ich habe meinen Bachelor in Umwelt- und Bioressourcenmanagement vor ca. 4 Jahren abgeschlossen und dann gleich mit dem Master in Umwelt- und Bioressourcenmanagement mit Schwerpunkt Klima begonnen. Das Masterstudium dauert bei mir etwas länger als „vorgesehen“, eigentlich von Anfang an gearbeitet habe (am Anfang noch Teilzeit und dann Vollzeit). Arbeitserfahrung zu sammeln war mir von Anfang an ein großes Anliegen und deshalb nehme ich diese Verzögerung auch gerne in Kauf. Ende 2017/Anfang 2018 war es dann Zeit mich der größten Herausforderung zu stellen, meiner Master- bzw. Diplomarbeit. Ich hatte bereits einen Betreuer sowie ein Thema gefunden, habe mich aber nach reiflicher Überlegung gegen dieses Thema entschieden, weil ich unbedingt etwas mit Fokus auf Ernährung, Konsum etc. machen wollte. Und das habe ich dann auch….

DAS THEMA MEINER MASTERARBEIT

Der Themenfindungsprozess wurde in Abstimmung mit meinem Betreuer und Professor vorgenommen. Davor habe ich mich informiert, zu welchem Institut bzw. Department mein Themenwunsch ungefähr passen würde. Nachdem dies bekannt war, habe ich Kontakt mit der zuständigen Person aufgenommen und einen Besprechungstermin ausgemacht. Dazu möchte ich gleich sagen, entscheidet euch UNBEDINGT für ein Thema, welches auch BRENNEND interessiert. Ihr werdet das Thema im Laufe der Arbeit wahrscheinlich eh nicht mehr hören können, aber trotzdem ist es von Vorteil, dass ihr nicht schon von Beginn an gelangweilt seid und nichts mit der Thematik anfangen könnt. Meine Masterarbeit dreht sich um das Thema Fleischkonsum in österreichischen Kantinen, Mensen und Betriebsrestaurant und untersucht Maßnahmen wie man den Fleischkonsum reduzieren kann bzw. die Attraktivität für vegetarische Speisen auch erhöhen kann. Mithilfe von ExpertInneninterviews habe ich eruiert, inwiefern diese Thematik in den Kantinen, Mensen usw. überhaupt relevant ist, wie die Nachfrage nach vegetarischen Gerichten derzeit ist und ob überhaupt schon Maßnahmen in diesem Gebiet umgesetzt wurden. Das ist natürlich jetzt nur eine grobe Zusammenfassung, aber ich glaube man kann sich darunter ungefähr etwas vorstellen. Ich finde das Thema nach wie vor mega spannend! Vor allem der Einblick in die Praxis war sehr aufschlussreich und interessant.

WO SOLL ICH NUR ANFANGEN?

Eine Masterarbeit zu verfassen ist kein Zuckerschlecken. Es ist ein sehr intensiver und langwieriger Prozess, der viel Kraft, Ausdauer und Disziplin benötigt und nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Er braucht aber auch eines: Planung! Hier ist ein grober Step-by-Step Guide wie ich meine Masterarbeit angegangen bin:

  1. Thema suchen, welches mich interessiert
  2. Institut/Department/Betreuer suchen, die sich mit der Thematik auskennen
  3. Besprechungstermin ausmachen und sich auf weiteren Verlauf, Schwerpunkte etc. festlegen
  4. „Hard Facts“ der Arbeit finden z.B. Arbeitstitel, Ziele, Nicht-Ziele, Forschungsfrage(n) usw.
  5. Thema offiziell anmelden
  6. Road Map festlegen inklusive Meilensteine und Zeitplan
  7. Recherche (sofern ein Literaturteil beinhaltet ist)
  8. Verfassen der Arbeit in Hinblick auf Forschungsfrage, Ziele etc.
  9. Feedback durch BetreuerIn (teilweise auch während dem Verfassen, je nachdem wie es gehandhabt wird) – Hier befinde ich mich gerade
  10. Korrektur
  11. Abgabe
  12. Defensio
  13. Belohnung

MEINE ROAD MAP

Besonders betonen möchte ich den Punkt Road Map festlegen. Dies habe ich ehrlich gesagt zu Beginn etwas schleifen lassen, was jetzt im Nachhinein sehr unklug war. Warum? Ich hatte einfach Angst davor, die vielen unerledigten Dinge vor Augen geführt zu bekommen. Nun weiß ich, dass es das braucht um dran zu bleiben. So hat meine Roadmap ausgesehen. Die einzelnen Post it stehen für konkrete Meilensteine wie beispielsweise potentielle InterviepartnerInnen recherchieren, kontaktieren, Leitfaden erstellen, Einverständniserklärung erstellen usw. Also jeder Meilenstein beinhaltet eine konkrete Tätigkeit und ist sehr genau definiert und damit ist klar, wann dieser Meilenstein erledigt. Ich würde raten, für jedes noch so kleines To-Do einen Meilenstein zu erstellen und in zeitlich einzuordnen, denn ein Meilenstein mit „InterviewpartnerInnen finden“ ist meiner Meinung nach zu unkonkret, da zu viele weitere Arbeitsschritte drinnen stecken. Dann habe ich geschätzt wie lange ich für jeden Meilenstein in etwa brauchen werde und ihn in die jeweilige Kalenderwoche eingetragen.

WIE GEHT ES WEITER?

Ich habe meine Masterarbeit vor einigen Tagen für eine finale Korrektur abgeschickt. Jetzt heißt es mal warten… denn die Korrektur dauert ca. 3 – 4 Wochen. Dann wird es nochmal ein Meeting geben und die finalen Korrekturen werden besprochen. Sobald diese eingearbeitet sind, kommt es zur Defensio oder auch „Verteidigung“. Das bedeutet, dass man vor einem Prüfungskomitee seine Arbeit präsentiert und für Fragen zur Methodik, den Ergebnissen usw. zur Verfügung steht. Ist im Prinzip wie eine Abschlussprüfung zur Arbeit. ABER DANN heißt es Tschüss Uni und Hallo Leben. Ich werde mich voraussichtlich mit einer mega coolen super super Reise belohnen – wohin kann ich noch nicht sagen. Ich weiß nur eines – das Gefühl danach wird einfach unglaublich sein!

Falls du gerade an einer Bachelor- oder Masterarbeit schreibst und absolut keine Motivation hast und nicht weißt wie du weiterkommen sollst, merke dir meine Worte: Alles hat ein Ende. Durchhalten lautet die Devise 🙂 Cheers!

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