MEDITATION – Hokuspokus oder Lebensretter?

Meditation

Om. Mantra. Augen schließen. Nichts denken. Still sitzen. Das sind wohl die ersten Begriffe, die einem einfallen, wenn man an Meditation denkt. Aber ist das wirklich alles? Ist Meditation reiner Hokuspokus? Oder vielleicht doch eine Art Lebensretter? Und… was soll das überhaupt bringen? Fragen über Fragen. Die Antworten gibt es hier. Ich teile meine Erfahrungen zu diesem Thema in diesem Beitrag.

MEIN PFAD ZUR ACHTSAMKEIT

Mittlerweile hat regelmäßige Meditation einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Das Ganze hat aber nicht von einem Tag auf den anderen stattgefunden, sondern war ein schleichender Prozess. Als ich mich im Alter von ca. 17 Jahren in Yoga probiert habe, bin ich zum ersten Mal damit in Berührung gekommen. Damals habe ich absolut nicht verstanden was das sein oder bewirken soll und habe einfach mal so mitgemacht. Ehrlich gesagt empfand ich es eher ein wenig störend beziehunsgweise „notwendiges Übel“. Ich habe mich immer gefragt „Wie schafft man es, absolut nichts zu denken? Das ist doch UNMÖGLICH!“. Ha… little did I know dass es weniger um „nichts denken“ sondern viel eher um „einfach sein“ geht. Erst als mich der Arbeitsalltag so richtig gepackt hat, habe ich mir gedacht „Jenny, du musst etwas ändern. So kann es nicht weitergehen.“ und so war es dann auch….

DIE ERKENNTNIS

Hunderte E-Mails pro Tag, Meetings, Artikel lesen, Texte schreiben, Auskünfte geben… ja auch so ein Büroalltag kann einem einiges abverlangen. Obwohl ich regelmäßig Sport betreibe und dadurch einen gewissen Ausgleich schaffe, habe ich das Bedürfnis, meinen Kopf frei zu bekommen. Ich lag und liege nach wie vor oft abends im Bett und komme gedanklich nicht zur Ruhe. Kommt dir bekannt vor? Dann kann ich dir eines sagen:

Unser Gehirn ist darauf getrimmt jeden Tag auf Hochtouren zu arbeiten.

Es arbeitet ständig, sogar wenn wir einfach mal durch Facebook scrollen oder einen Film schauen. Die dadurch gewonnenen Informationen werden im Gehirn verarbeitet und an irgendeinem Ort abgespeichert. Entspannung ist das (zumindest für unser Gehirn) nicht. Es hat das Bedürfnis für ein paar Minuten einfach mal nichts zu tun und die ganze Konzentration etwas  „simplem“ wie beispielsweise der eigenen Atmung zu widmen. Und ich kann dir eines sagen, es hilft!

WIE FANGE ICH ÜBERHAUPT AN?

„Wie geht das überhaupt?“ – diese Frage stellt sich jeder Neuling auf diesem Gebiet. Oft hat man absolut keine Erfahrung mit solchen spirtuellen Dingen und weiß gar nicht wo man anfangen soll. Auch ich war ahnungslos. Nach wie vor kämpfe ich in diesen 10 Meditationsminuten mit meiner Disziplin und meinem „inneren Schweinhund.“ Wie in allen Dingen lautet die Regel – Übung macht den Meister. Es gibt aber einige Tipps, die mir geholfen habe, meine innere Ruhe zu finden und mit Hilfe der „Mindful Meditation“ Methode meine Gedanken zu ordnen.

5 TIPPS DAMIT DU ES SCHAFFST

1 // Started from the bottom..

Wenn du dich entschließt, mit Meditation zu beginnen, ist es ganz wichtig, zu Beginn nicht zu viel zu erwarten. Falls du dir jetzt erhofft hast, den Moment der Erleuchtung bei deiner ersten Praxis zu erhalten, muss ich dich leider enttäuschen (falls du das doch schaffst, congrats!). Starte mit einigen geführten Meditationen, die nicht zu lang sind. Auf Youtube gibt es hier einige sehr gute und auch einige sehr schlechte. Finde heraus was dich anspricht und welche Dinge dir nicht so liegen.

2 // Mach’s dir gemütlich

Starr sitzen und Augen schließen muss nicht sein. Ich persönlich mache es mir lieber im Bett gemütlich und zünde eine Kerze an. Vielleicht hast du aber auch eine gemütliche Ecke in deiner Wohnung, in der du dich besonders geerdet fühlst. Meditation soll auf jeden Fall ein entspannendes Erlebnis sein. Tu das, was dir gut tut.

3 // Wissen ist Macht

Ich habe die ganze Sache rund um Meditation erst dann so richtig verstanden, als ich mich auf diesem Gebiet ein bisschen eingelesen habe. Wusstest du beispielsweise, dass durch solches Achtsamkeitstraining die rechte und linke Gehirnhälfte miteinander verbunden werden? Es gibt viele Studien, die die Wirkung von Mediation auf unser Wohlbefinden stützen. Du musst dir jetzt aber keine trockenen wissenschaftlichen Papers durchlesen. Es gibt auch viele spannende Bücher dazu. Derzeit lese ich gerade das Buch von Stephan Fulder „What’s beyond mindfulness?“.

4 // Forget the haters

Du wirst dir zu Beginn wahrscheinlich ziemlich komisch vorkommen und dir denken „was mach ich hier überhaupt?“ und das wird deinen Fortschritt sehr stören. Lass‘ diese Gedanken gar nicht an dich heran. You do you. Was die anderen sagen oder wie lustig die anderen das finden, kann dir egal sein.

5 // Kein Meister ist vom Himmel gefallen

Du driftest während deiner Praxis immer wieder in Gedanken ab? Lass‘ dich davon nicht demotivieren. Das ist absolut normal. Gedanken werden kommen und du lässt sie einfach wieder gehen. Ohne Bewertung oder Emotion. Wenn du es schaffst, diese Tatsache in deiner Meditation umzusetzen, bist du schon viel weiter als du denkst 🙂

Meditation 2

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